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Impuls 164: Per Schubs in die Überforderung

Gezielt in die Überforderung zu gehen, ist toll! Das sage ich euch ja nicht zum ersten Mal. Denn die Formel gilt: Aus der Komfortzone raus, nicht nur einen Minischritt, sondern mit viel Mut direkt in die Überforderung rein – wenn ihr euch das traut, macht ihr euch unendlich stolz. Das habe ich am eigenen Leib erleben dürfen bei meiner #niezuvorgemacht-Reise durch ganz Deutschland.

„Schön und gut, Markus“, sagen mir viele Seminarteilnehmer immer wieder, „aber was ist denn, wenn es nicht um uns selbst geht?“

Ja, was wenn es da wichtige Menschen gibt, Familie, Freunde, Partner, denen ein bisschen Überforderung mal wirklich gut täte? Damit sie etwas Neues lernen, sich mehr zutrauen, über sich hinauswachsen?

Könnt ihr die vielleicht in ihre ganz persönliche Überforderung schubsen?

Überforderung auf Ansage

Es gibt viele Menschen, die von ihrer eigenen Angst daran gehindert werden, ihr Leben zu verändern. Wenn es sich dann um den geliebten Vater, die beste Freundin oder das eigene Kind handelt, ist das manchmal schmerzhaft mit anzusehen. Einige Menschen brauchen offenbar eine kleine Hilfestellung, um sich in ihre Überforderungszone zu trauen. Da liegt es doch nahe, jemanden einfach mal ins Glück zu schubsen. 

Das ist vielleicht etwas hart, aber genau das braucht es manchmal. Nehmt ein Beispiel aus der Arbeitswelt: Wenn euch euer Chef sagt: „Ihre Kollegin fährt ja in einem Monat für vier Wochen in den Urlaub. Ich möchte, dass Sie dann Ihren Verantwortungsbereich übernehmen. Machen Sie sich doch mal Gedanken, wie Sie innerhalb Ihrer normalen Arbeitszeit dann die wichtigsten Prioritäten setzen und was liegen bleiben kann bis nach dem Urlaub.“ Das ist mal eine Ansage und katapultiert euch direkten Weges in die Überforderung.

Aber stellt euch mal vor, wenn ihr die Sache meistert! Ihr werdet unendlich stolz sein.

Für den Chef heißt das: Klare Erlaubnis zum Schubsen! Solange er ein gesundes Maß einhält und seine Mitarbeiter nicht ins Erschöpfungssyndrom schickt.

Wahre Freunde

Solche Beispiele für eine gesunde Überforderung gibt es selbstverständlich nicht nur auf beruflicher Ebene. Wenn ihr einen Freund habt, der gerne etwas abnehmen will, aber einfach seinen Schweinehund nicht überwinden kann, dann ist das doch eure Möglichkeit, ihn zu unterstützen. „Ich hole dich morgen um 10 Uhr ab. Wir gehen joggen!“ Das kann schon der notwendige Anstoß sein, um den Stein ins Rollen zu bringen oder eben eine erste kleine Überforderung zu meistern. Eure Freunde immer wieder auf ihr Thema anzusprechen, unterstützt das zusätzlich. Lasst nicht locker!

Natürlich könnt ihr jetzt nicht jeden x-beliebigen Menschen auf sein Übergewicht, seine mangelnde Motivation im Job oder seine zu große Schüchternheit ansprechen. Eine gute Beziehung zu dem Betroffenen zu haben, ist Voraussetzung. Je näher sich zwei Personen stehen, desto besser können sie freundschaftlich aufeinander einwirken, ohne sich dabei auf die Füße zu treten.

Dass ihr handelt, wenn eine wichtige Person in eurem Umfeld ihr Potenzial nicht lebt, sollte meiner Meinung nach selbstverständlich sein. Es liegt schlichtweg in eurer Verantwortung als Freund, Tochter oder Vater, darüber zu sprechen. Die Person liegt euch ja schließlich am Herzen. Ihre Schwächen so offen anzusprechen, kann euch dann sogar schon mal selbst in die Überforderung stürzen – das ist schließlich nicht unbedingt angenehm und erfordert eine gute Portion Feingefühl. Aber wahre Freunde schauen bei Problemen nicht weg. Sie sind füreinander da!

Technik: Fragen besser als sagen

Eine Falle empfehle ich euch zu vermeiden: Andere mit eurer Meinung immer wieder platt zu quatschen. Fragt doch lieber nach, zum Beispiel nachdem euch euer Freund sein Leid geklagt hat: „Ja und, willst du das jetzt immer so weitermachen oder willst du was ändern?“ Dann kommt der andere selbst ins Nachdenken.

Die einzige Botschaft, die für mich Sinn macht: Entweder klagen und selbst handeln oder die Klappe halten und zufrieden sein.

Stupsen ja, drängen nein!

Ob sich die Person dann auch wirklich schubsen lässt, ist natürlich eine andere Frage. Jeder ist die Führungskraft seines eigenen Lebens. Aber eurem Umfeld eine Möglichkeiten aufzeigen, das könnt ihr.

Also stupst ruhig die Menschen an, denen ihr eine gute Portion Überforderung und ganz viel neuen Mut im Leben wünscht. Wie hartnäckig ihr dabei sein wollt, bestimmt ihr selbst, aber lasst euch nicht von dem ersten Widerstand gleich von eurem Vorhaben abbringen!

Wer hat euch denn schon von einmal in die Überforderung geschubst? 

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