Impuls 93: Leadership-Blog: Jahresrückblick – Bereuen oder Lernen?

Kennen Sie das?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und Sie machen Ihren Jahresrückblick auf 12 erlebnisreiche Monate.

 

Denken Sie dabei mehr an Ihre Erfolge, Fortschritte und Meilensteine, die Sie erreicht haben?

Oder gehören Sie zu den Kritischen, die immer mal wieder in ein “Hätte ich doch bloß … verfallen!”

Ich finde ja, ein kritischer Blick ist extrem gut.

Aber wenn Ihr Blick kritisch ist, sollte er eine Lern-Intention beinhalten.

Das heißt, Sie sollten sich fragen, was Sie in Zukunft besser machen können und wie.

“Hätte-hätte” nützt nämlich gar nichts.

Im Gegenteil.

 

So ein “hätte-hätte” ist richtig teuer:

Es bindet Energie und Kraft.

Ihre Laune geht in den Keller.

Negative Emotionen triumphieren.

Und das ist schade-schade!

 

 Highlight in meinem Jahresrückblick: X-Mas Shopping mit Schock-Effekt

Dazu meine jüngste Erfahrung:

Ende letzter Woche belohne ich mich selbst für ein sehr erfolgreiches Jahr mit dem neuen iPhone.

Dann komme ich im Hamburger Nieselwetter auf die geniale Idee, drei Stationen mit dem Bus zu fahren.

Im Grunde eine gute Idee.

Diesmal nicht. Ich lasse mein funkelnagelneues Handy im Bus liegen.

Ärgere ich mich da?

Und ob!

Und bringt es was?

Natürlich nicht.

 

Ich hole meinen Sohn aus der Schule ab und bin, gelinde gesagt,

mittelmäßig gut drauf.

Sätze wie “ist nur Geld”, die ich mir immer wieder vorsage, helfen wenig.

 

Nichts, das uns widerfährt, ist Zufall

Wir können alles als eine Chance nehmen, um zu wachsen und zu lernen, wenn wir wollen.

So kann ein Rückblick sehr sinnvoll sein.

Wir haben die Wahl:

Ärgern.

Oder lernen.

 

Denn, wir sind für alles verantwortlich, was uns widerfährt.

Darüber habe ich übrigens bisweilen spannende Diskussion in Workshops und Trainings.

 

Das hört sich zwar hart an, was es auch ist.

Aber, wenn wir verantwortlich sind – und uns auch verantwortlich fühlen

– dann können wir auch steuern.

Dann können wir Einfluss nehmen.

Nicht auf das bereits Geschehene, aber aufs nächste Mal.

Wir können Fettnäpfchen vermeiden oder Risiken reduzieren – wenn wir wollen.

Das kostet unter Umständen Anstrengung und Kraft- wenn wir wollen, haben wir gute Chancen.

 

Oder wir machen alles wie bisher.

Dann bekommen wieder das gleiche Ergebnis wie bisher.

Klingt unbefriedigend, finden Sie nicht?

Albert Einstein nennt ein solches Verhalten “Wahnsinn”:

Also, wenn wir etwas immer wieder auf die gleiche Weise tun, aber andere Ergebnisse erwarten.

 

Wir bekommen halt nix geschenkt.

So ist das im Leben.

Aber wir können uns vieles erarbeiten.

Wenn wir bereit sind, dafür einen Preis zu zahlen.

 

Florian Schroeder schreibt in seinem neuen Buch “Hätte, hätte, Fahrradkette” auf eine mitreißende, aber auch zum Nachdenken anregende Art und Weise über die Kunst der optimalen Entscheidung und den optimalen Umgang mit den Konsequenzen.

 

 

 

Und auch Peter Brandl hat in seinem Buch “Hudson River – Die Kunst schwere Entscheidungen zu treffen” treffend über die Herausforderung von Entscheidungen und deren Folgen nachgedacht.

 

 

Scheitern ist erlaubt

Unser Leben ist voller Ausprobieren und Versuchen.

Wenn wir keine Fehler machen, dann lernen wir nichts.

Wenn wir keine Fehler machen, dann gehen wir nur in den üblichen Bahnen

und machen nur Mini-Fortschritte.

 

Was können wir also tun?

Entscheidungen treffen – bewusst.

Entscheidungen durchziehen – bewusst.

Entscheidungen auch mal revidieren – bewusst.

Nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen, wenn es keinen Sinn mehr macht.

Und wir können uns selbst erlauben, auch einmal zu scheitern.

Auch das gehört zum Leben dazu.

 

Alles, was uns widerfährt, ist die Basis für Erfahrungen, kein Scheitern.

Und wenn wir Erfahrungen sammeln, dann lernen wir aus Ihnen.

 

Und mein iPhone?

Ich überlegte am Tag des Verlusts, ob ich mir gleich ein neues kaufen sollte oder ob ich damit noch warten sollte?

Nun, es blieben mir dafür nur wenige Stunden, denn der ehrliche Finder

(Danke, Dennis!) rief mich an und erlöste mich von meinen Schmerz.

Was habe ich aus dieser Erfahrung gelernt?

Besser, ich schalte zwischendurch häufiger runter,

damit ich aufmerksamer bin und mir so etwas nicht wieder passiert.

Von nun an lasse ich noch mehr los und jetzt genieße ich erst einmal meinen kommenden Urlaub noch mehr.

 

Gelassenheit kann jeder lernen: http://bit.ly/1rclnPp

 

Ich wünsche Ihnen ein tolles Fest und tolle Momente mit den Menschen,

die Ihnen wichtig sind!

 

Ihr Markus Jotzo

 

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