Impuls 87: Überforderung durch das EGO

Kennen Sie das?
Sie haben einen Mitarbeiter, der sehr ehrgeizig ist. Das gefällt Ihnen.
Ihr Mitarbeiter performt richtig gut.
Und er schafft richtig was weg.
Das sind gute Voraussetzungen dafür, dass er sich, wenn die Anforderungen an ihn steigen, auch steigend herausfordert.

Doch dann ist Ihr Mitarbeiter plötzlich krank.
Eben hatte er sich noch reingekniet.
Eben hatte er noch bis abends spät gesessen und an seinen Projekten gearbeitet.
So ein Pech aber auch!
Jetzt bleibt alles ein paar Tage liegen.

 

Überforderung ist gut – zu viel davon ist schlecht

Aber ist es wirklich Pech?
Gab es da nicht erste Anzeichen, dass der Mitarbeiter angeschlagen war?
Schniefte er nicht bereits die ganze letzte Woche und trotzdem war er abends um acht noch im Büro?
Das kann nicht gesund sein.
Und Sie als Chef sind dafür verantwortlich.
http://bit.ly/1xxfLQa

Als Chefs haben wir nämlich u.a. zwei Verantwortungen:

1. Mit dem Team sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
2. Die Arbeitsfähigkeit des Teams langfristig zu erhalten.
Wenn ein Mitarbeiter sich offensichtlich stark überfordert, dann können wir weggucken oder wir können hingucken.

Michail Gorbatschow sagte einmal:
“Entweder wir sind Teil des Problems oder wir sind Teil der Lösung. Ich habe mich entschieden, Teil der Lösung zu sein.”

Wenn wir wissen, dass unsere Mitarbeiter auf dem Zahnfleisch kriechen und wir nichts sagen, dann sind wir Teil des Problems.
Wenn Sie wissen, dass Ihre Mitarbeiter mehr Überstunden machen als Ihnen guttut, dann sind Sie Teil des Problems.

 

Spinnt der Jotzo?

Wundern Sie sich, warum ich heute solche Töne anschlage?
Sonst schreibe ich doch von Herausforderung und sinnvoller Überforderung von Mitarbeitern und über kaltes Wasser.

Genau, das Wasser soll gern auch mal kalt sein, aber eben nicht zu kalt.
Das nutzt nicht unserem Arbeitsfortschritt, nicht unseren Mitarbeitern und nicht
unserem Teamzusammenhalt.

Gerade die Mitarbeiter, die sich reinknien, die immer die ersten sind und abends oft die letzten, gehören gehegt und gepflegt.

Und dabei gibt es ein Problem.
Nicht nur Chefs, auch solche engagierten Mitarbeiter haben manchmal ein sehr großes Ego und halten sich für unersetzbar.
Das große, starke EGO ist gut – aber nicht jeden Tag und nicht jeden Tag bis 21:00 Uhr.

Wie geht es Ihren Mitarbeitern heute? http://bit.ly/14cTaxG
Wie wäre es, wenn Sie mal als Dankeschön für das Engagement der letzten Wochen heute alle eine Stunde früher als normal nach Hause schicken – ohne Laptop?

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