Impuls 82: DIE Lösung: Zeit für Mitarbeitergespräche

 

Kennen Sie das? Die jährlichen Mitarbeitergespräche stehen an und Sie fragen sich, wie soll ich denn jetzt diesen Papierkram für die Personalabteilung auch noch in meinen Kalender reinkriegen!?

Klar bedeutet das zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand. Doch diese Zeit ist gut investiert.

Warum ist das eigentlich so wichtig?
Drehen Sie die Situation doch einmal um:
Stellen Sie sich vor, Sie sind Mitarbeiter und haben einige Jahre Berufserfahrung.
Sie wollen weiter Karriere oder einfach nur einen richtig guten Job machen und können daher regelmäßige Tipps und Hinweise von Ihrem Chef bestens gebrauchen.
Zudem haben Sie einen Chef, der viel Erfahrung mitbringt und allerlei wertvolle Perspektiven anzubieten hat.

Würden Sie es da nicht schätzen, wenn Ihr Chef Sie bei den täglichen Herausforderungen des Jobs unterstützt?

Nun, vermutlich geht es Ihren Mitarbeitern genauso.
Auch wenn Sie ein guter Chef sind und die Jahresgespräche sehr gewissenhaft führen, kommen im Tagesgeschäft die Unterstützung durch den Chef und Zwischendurchgespräche oft zu kurz.

Wie lässt sich dieses Problem ohne Zeitverlust lösen?
Dazu ist es gut, wenn Sie sich fragen, wohin bei vielen Menschen jeden Tag viel Zeit fließt, die zum großen Teil ungenutzt bleibt?
Sie ahnen es schon, aufs Pendeln.

Daher ist mein Tipp sehr einfach und praktisch:
Nutzen Sie die Zeit im Auto am Morgen für regelmäßige Mitarbeitergespräche.
Mitarbeiter im Verkauf, die täglich mehrere Stunden im Auto verbringen, tun das schon gewohnheitsmäßig.
Wie packen Sie das am besten an:
1. Kündigen Sie Ihr Vorhaben im Teammeeting an und erklären Sie, dass Sie auf der einen Seite mehr Unterstützung geben möchten, auf der anderen Seite aber auch näher dran sein wollen, an den täglichen Herausforderungen Ihrer Mitarbeiter.
2. Vereinbaren Sie wöchentlich die Termine für die Folgewoche. Uhrzeit: morgens, wenn Sie im Auto sitzen. Kündigen Sie eine konkrete Dauer an: 15 oder 20 Minuten können Sie leicht sinnvoll füllen. Halten Sie die Zeit ein, da Ihr Mitarbeiter u.U. noch zu Hause im Schlafanzug sitzt.
3. Die Themen Ihres Gesprächs:
=> Beginnen Sie damit, wie es Ihrem Mitarbeiter privat geht, erforschen Sie Stück für Stück mehr, um Ihre Mitarbeiter besser kennenzulernen. Geben Sie auch selbst Privates preis.
=> Fragen Sie danach, wie es insgesamt läuft. Wo läuft es aktuell richtig gut? Nutzen Sie diese Chance für passendes Lob. Was sind die Herausforderungen?
=> Wo benötigt der Mitarbeiter Ihre Unterstützung in Form von Tipps oder Erfahrungsaustausch?

Ich verspreche Ihnen, wenn Sie dies einmal im Monat mit jedem Ihrer Mitarbeiter machen, werden Sie und Ihre Mitarbeiter noch ein Stück näher zusammen rücken und Ihr Geschäft noch besser im Griff haben.
Und wenn es mal nichts Geschäftliches zu besprechen gibt, dann bleiben Sie eben bei privaten oder etwas oberflächlicheren Themen. Meist ergibt sich trotzdem etwas, das für beide Seiten aufschlussreich ist.

Sie wollen morgens ungestört sein?
Ihre Mitarbeiter wollen morgens um 7:30 Uhr noch nicht mit Ihnen telefonieren?
Alles eine Frage der Gewohnheit.

Probieren Sie es drei Monate lang aus und evaluieren Sie dann selbst.
Bereits, dass Sie Energie dafür aufwenden, näher bei Ihren Mitarbeitern zu sein, wird positiv wirken.
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Von einem meiner langjährigen Kunden habe ich vor wenigen Wochen noch einen äußerst praktischen Tipp bekommen.
Er hat über jeden seiner direkten Mitarbeiter eine Datei mit Kerndaten angelegt: Privates, Interessen, Job relevante Fakten.
Bei einer wachsenden Verkaufsmannschaft mit über 30 Mitarbeitern kommt da einiges zusammen. Die kann sich niemand merken.
Ein Vorteil: Wer diese Fakten parat hat, kann diese in Gesprächen immer mal wieder beziehungsstärkend einfließen lassen.

Hand aufs Herz, kennen Sie von all Ihren Mitarbeitern die privaten Interessen?
Kennen Sie das Alter der Kinder, die Ausbildung und den Namen der Ehefrau?
Wenn Sie darüber informiert sind, sagt das etwas über Ihr menschliches Interesse an Ihren Mitarbeitern aus.
Wenn nicht, sagt das auch etwas über Ihre Interessen aus.

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