Impuls 72: Nicht-nett-sein, heißt nicht ein-Ars…-sein

Stellen Sie sich vor, ein Team arbeitet regelmäßig bis 21 oder 22 Uhr abends.
Nachtschichten bis 2 Uhr morgens und Wochenendarbeit kommen immer mal wieder vor.
Es kommt wie es kommen muss.

Eine Kollegin bricht an einem Samstag zusammen, so dass Ihr Mann sie abholen muss.
Nach einigen Tagen Krankheit und Erholung begrüßt der Chef die Mitarbeiterin:
“Wir sind so enttäuscht von Dir! Wie konntest Du uns nur so im Stich lassen?”

Leider ist diese Begrüßung kein Witz, sondern Normalität.
In diesem Team.
Auch heute noch.

Die Ex-Kollegen dieses Teams treffen sich ab und an zum Grillen.
Schmerz verbindet offensichtlich.
Das ist dann aber auch der einzige positive Effekt dieses unterirdischen Führungsstils.

Ernsthaft.
Was können Sie tun, wenn Ihr Chef sich im Ton vergreift?
Na klar.
Sagen Sie es ihm.
Entweder Sie sind Teil der Lösung oder Teil des Problems. Es gibt nichts dazwischen.
Sagen Sie es ihm mit ZDF, Zahlen Daten Fakten. Evtl. auch Zitaten.
bit.ly/1qNMQSt

Und wenn es so schlimm bleibt, dann sprechen Sie mit anderen Entscheidern in Ihrer Firma.

Meine große Bitte:
Kündigen Sie nicht einfach!
Gehen Sie nicht einfach weg!
Sprechen Sie mit dem Chef Ihres Chefs.
Sprechen Sie mit der Personalabteilung.
Schreiben Sie dem CEO einen Brief.

Es gilt, schlechten Chefs die Stirn zu bieten!
Tun wir das, besteht die Chance auf Veränderung.
Tun wir das nicht, bleibt alles beim alten.

Vorbildlich: Chefs die hinsehen.
In einer Abteilung kündigt innerhalb von 12 Monaten zum zweiten mal die Sekretärin des Bereichsleiters.
Der CEO sagt zum Bereichsleiter: “Wenn Deine nächste Sekretärin auch kündigt, dann gehst Du mit.”

Leider sind wenige CEOs Ihren schlechten Führungskräften gegenüber so konsequent.
Wer aber exzellente Ergebnisse will, der ist so konsequent.
Der siebt auch bei seinen eigenen Chefs aus und lässt die schlechten gehen.

Und wenn das eine hohe Abfindung kostet?
Dann ist das Geld bestens investiert!

Was tun Sie?
Wenn schlechte Kollegen, Mitarbeiter und Kollegen Ihr Unwesen treiben?
Hingucken?
Oder Wegschauen?

https://www.markus-jotzo.com/medien/buch-der-chef-den-keiner-mochte-2/

Wollen Sie Teil der Lösung sein oder Teil des Problems?
Ich wünsche Ihnen viel Kraft!
Und einen exzellenten Chef.
Und wenn Sie noch keinen haben, dann suchen Sie sich doch einen neuen!

 

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