Impuls 68: Liefert Löws Lieferservice?

So titelt die FAZ heute morgen.
Wie immer bei großen Turnieren diskutiert die Fußballnation über Strategie und Taktik.
Wir haben auch während der WM 2014 Millionen von Bundestrainern und natürlich wird gemotzt, selbst wenn wir Nationalelf eine Runde weiter kommt. bit.ly/1z9TRmy
Wahrscheinlich ist das normal.
Ich finde das komisch. 

Plötzlich beschäftigen sich alle mit Strategien.
Im eigenen Job ist das genau der Part, für den selten genug Zeit bleibt. Wir kümmern uns ums Tagesgeschäft und vernachlässigen gerne eigene strategische Überlegungen. Meetings, E-Mails, dringende Kundenanfragen sind immer wichtiger als die strategische Gedanken und wertschätzende Mitarbeitergespräche, es sei denn, es sind die von Jogi Löw.

Ein chinesisches Sprichwort sagt, bevor Du andere kritisierst, fege drei Mal durch Dein eigenes Haus.

Aber es ist so schön, bei anderen mitzureden.
Es ist so schön, sich über Promis zu unterhalten und dabei zu vergessen, was man selbst tun könnte, um mehr Qualität zu schaffen.
Es ist so schön, über Kollegen und Chefs zu lästern, anstatt den Menschen ein Feedback zu geben, für die es bestimmt ist.

Vor einigen Wochen diskutierte ich mit Führungskräften über die Feedback-Kultur in ihrem direkten Firmen-Umfeld.
Auf einer Skala von 1 bis 10 möglichen Punkten gaben sich die Führungskräfte gerade einmal etwas mehr als 5 Punkte.

Da frage ich mich:
Was hält uns davon ab, Kritisches direkt anzusprechen – bei dem, den es angeht?
Was hält uns davon ab, uns die Hände schmutzig zu machen und unangenehme Gespräche zu führen?
Was hält uns davon ab, an gute Resultate zu glauben und die fokussiert anzupacken?

Wir bewegen uns lieber nicht aus unserer Komfortzone oder überdenken unsere Gewohnheiten.

Doch:
Erfolg gibt es nicht für lau.
Wer mehr erreichen möchte, muss mehr tun.
Wer überdurchschnittlich erfolgreich sein möchte, der muss auch bereit sein, sich lang zu machen, auch wenn’s mal unangenehm wird.
Zum Wohl des großen Ganzen.
Zum Wohl des Teams.
Und schlussendlich auch zum eigenen Wohl.

“Der Chef, den keiner mochte” heißt mein neues Buch, das letzte Woche erschienen ist.

Es ist für Führungskräfte geschrieben, die bereit dafür sind, sich aus Ihrer Komfortzone zu bewegen, um exzellente Ergebnisse zu erzielen.
Zum Wohl des Chefs, der Mitarbeiter und des Unternehmens.
bit.ly/1qGMu35

Und Jogi?
Der macht es sich bestimmt nicht leicht.
Der ist auch nicht blöd, sondern hat strategische Überlegungen und Ideen, die klappen können.
So wie einst die Nominierung und der Einsatz von Odonkor, den bis dahin niemand kannte, im Spiel gegen Polen. bit.ly/1rni2vk
Löw … ok Jürgen Klinsmann was offiziell der Trainer, setzte ihn kurz vor Schluss ein und prompt sprintet und flankt der zum Siegestor in der Nachspielzeit.

Am Ende ist das Fußball. Da spielen viele Faktoren eine Rolle.
Jeder kann gegen jeden gewinnen. Wir auch.
Um es mit Gary Linekers Worten zu sagen: “Fußball ist ein einfach Spiel. 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen..”
Hoffen wir, dass er Recht hat. bit.ly/1mb9Vyr

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